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Peter Norvig, Forschungsdirektor bei Google, war auf Einladung der "Vienna Gödel Lectures" der Fakultät für Informatik in Wien und gab einen Einblick, wie Computer (und Google) aus Daten lernen.

Fotocredit: Virtual Net

Peter Norvig, Forschungsdirektor bei Google, hält im Rahmen der "Vienna Gödel Lectures" 2015 eine Vorlesung auf der TU Wien.

TU Wien, Vienna Gödel Lecture 2015 mit Peter Norvig: Wie Computer lernen (How Computers Learn)

Der Andrang zum Gastvortrag von Peter Norvig war enorm. Der Hörsaal EI7 platzte förmlich aus allen Nähten und es wurden sogar zwei weitere Hörsäle mit Live-Streaming der Vorlesung angeboten.

Auf einer anderen Uni hätte die Vorlesung wegen Überbelegung vielleicht gar nicht stattfinden können. Auf der TU Wien war das kein Problem ;)

Vor dem Hörsaal EI7 warten Studenten und Professoren (u.a. Gerd Baron) auf den Einlass zur Vienna Gödel Lecture 2015.

Vor dem Hörsaal EI7 warten Studenten und Professoren (unter anderem Gerd Baron) auf den Einlass zur Vienna Gödel Lecture 2015.

Peter Norvig ist vor allem als Autor des Lehrbuches "Artificial Intelligence: A Modern Approach" bekannt. Seit 2001 arbeitet er bei Google, zuerst als "Search Quality"-Direktor und dann als Forschungsdirektor.

Wie Computer lernen

Videocredit: TU Wien

Essentially, all models are wrong, but some are useful. — George E. P. Box

Der Vortrag war klar und verständlich und brachte einige Beispiele wie Google mit Hilfe von enormen Datenmengen (big data), einfachen Modellen und maschinellem Lernen zum Teil beeindruckend "intelligente" Ergebnisse erzielen kann. So wurde ich zum Beispiel von der Einfachheit und Effektivität des "Refrigerator-Modells" hinter "Google Translate" überrascht.

Wer aber tiefere Einblicke in Google oder gar Betriebsgeheimnisse erwartet hat, kam natürlich nicht auf seine Rechnung.

Besonders spannend und etwas "creepy" war, wie ein Computer autonom das Atari-Computerspiel Breakout zu spielen lernte.

Norvig gab auch zu, dass es bei Google mittlerweile kaum einen Bereich gibt, der nicht mittels Machine Learning bearbeitet wird, wobei die Grenze zwischen Data Analytics und AI natürlich fließend ist.

Es scheint, als hätten sich derzeit probabilistische data-driven Ansätze gegenüber Logik-basierten Ansätzen durchgesetzt. Diese zu vereinen stelle eine besondere Herausforderung dar, so Norvig.

Ich denke, selbst lernende und sich selbst programmierende Computer haben noch ein enormes Potential, egal ob man diese bereits als "intelligent" bezeichnen kann oder nicht, und es wird mit den heutigen data-driven Ansätzen sicher noch einige sehr interessante und erstaunliche Anwendungen geben. Selbstfahrende Autos oder selbstfliegende Flugzeuge sind erst der Anfang.

Logic Lounge mit Peter Norvig, Forschungsdirektor bei Google, und Gerhard Widmer, AI-Forscher @ Heuer am Karlsplatz

Logic Lounge hosted by Informatik Austria mit Peter Norvig und Gerhard Widmer, AI-Forscher an der JKU Linz.

Weitere Ressourcen

29.03.2015 Virtual Net

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