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Ich habe Stefan Egger, Gründer und Sammler der computer collection vienna, auf der Game City 2014 getroffen und ihm auch ein paar Fragen zur Haltbarkeit von C64 & Co. gestellt. Das gesamte Interview lest ihr hier.

Fotocredit: Virtual Net

Commodore C64 mit neuem modernen Design (c64c) @ Game City 2014

Commodore 64 C64c mit dem neuen moderneren Design

Auf der diesjährigen Game City 2014, dem Video-Game-Event im Wiener Rathaus, konnte man nicht nur die neuesten Next-Gen-Games wie Assassin's Creed Unity oder Forza Horizon 2 antesten, sondern gleich beim Eingang wurde es historisch.

Die erste Halle widmete sich nämlich den Anfängen der Heimcomputer- und Konsolengeschichte und man konnte sich auch selbst von den Qualitäten der ersten "Personal Computer" überzeugen.

Betrieben wurde die Heimcomputer-Ecke im Auftrag des Retro-Shops SUBOTRON von Stefan Egger, Gründer und leidenschaftlicher Sammler der computer collection vienna. Ausgestellt und funktionstüchtig waren ein Commodore VC 20, ein C64, ein Amiga 500 und ein Atari 1040 ST.

Ich nutzte die einmalige Gelegenheit, um mit Stefan ins Gespräch zu kommen.

Hi Stefan, stell dich bitte kurz vor ...

Hallo! Ich wurde 1989 in Wien (tolle Stadt!) geboren und bin gelernter "Medienfachmann". Mein Hobby – das Sammeln klassischer Computer – verbinde ich auch gerne mit Medien: Ich schreibe öfters Artikel für die gratis verfügbare PDF-Zeitschrift "Lotek64" und betreibe meine Homepage "computer collection vienna" über meine Sammlung.

Stefan Egger (computer collection vienna) vor dem Atari ST @ Game City 2014

Stefan Egger (computer collection vienna) vor dem Atari ST.

Wann und wie bist du auf die Idee gekommen, alte Computer/Konsolen zu sammeln?

Gehen wir kurz in der Zeit zurück: 1986 – drei Jahre vor meiner Geburt – kaufte mein Vater den legendären "Brotkasten", den C64. Ich hatte als Kind also Kontakt zu diesem Gerät und bin damit groß geworden. Nach einigen Jahren kamen Win98-PC und PlayStation und der C64 musste weichen. Doch 2003 fand ich an einem Flohmarkt einen günstigen C64 und ich startete, mich damit wieder zu beschäftigen. 2004 bekam ich den Quasi-Nachfolger des C64, den Amiga 500. Ich stieg dann – fast chronologisch nach ihrem ursprünglichen Erscheinungsdatum nur 10-15 Jahre später – auf die Nachfolger des Amiga 500 um. Zuerst auf einen A600, dann den A1200 und schließlich den leistungsstarken Amiga 4000. Das war im Jahr 2008 und der Zeitpunkt, als das konsequente Sammeln nach diesen Geräten begann.

Commodore C64 mit neuem modernen Design (C64c) @ Game City 2014

Der C64 ist mit 12 Jahren Produktionszeit (1982–1994) der am meisten verkaufte Computer aller Zeiten im Guinness-Buch der Rekorde vertreten.

Wie groß ist die Sammlung heute?

Zu groß. Oder anders gesagt: Ich habe eigentlich nur zu wenig Platz dafür ;) Es sind schon die meisten der Commodore-Rechner in der Sammlung. Dazu kommen noch die passenden Zubehörteile, Röhrenmonitore, Joysticks und Kabel. Obendrein sammle ich auch die Konkurrenzprodukte von Atari sowie Konsolen diverser Hersteller.

Auf welchen Teil deiner Collection bist du besonders stolz?

Das sind fast mehr die kleinen Dinge, an denen Geschichten hängen. Zum Beispiel habe ich ein Namensschild der Commodore-Entwicklerkonferenz in Mailand aus dem Jahr 1991. Natürlich bin ich auch froh, dass ich noch "meinen" alten C64 von meinem Vater habe, mit dem ich früher gespielt habe. Ansonsten erfreue ich mich auch am Design der Geräte und dem geschichtlichen Aspekt, der hinter ihnen steht. So ist auch der PET 2001 von 1977 (der erste fertig zusammengebaute Computer der Welt, der noch vor dem Apple II und dem Tandy TRS-80 als Prototyp vorgestellt wurde) in meiner Sammlung, der etwas Besonderes ist. Auch stolz bin ich auf die Tatsache, dass die meisten Dinge funktionieren und ich alle Teile gereinigt habe – das ist mir wichtig.

Auf der Game City 2014 warst du ja mit einer eigenen Retro-Spielecke vertreten, wo man unter anderem Spiele auf originaler C64 und Amiga 500-Hardware spielen konnte.

Die Retro-Ecke wurde vom Verein bzw. Shop SUBOTRON eingerichtet. Man hat mich gefragt, ob ich die Heimcomputer ausstellen möchte, da sie sich auf Konsolen spezialisiert haben. Es war ein tolles Event im Wiener Rathaus, bei dem 69.000 Besucher an drei Tagen kamen. Die Reaktionen über die alten Geräte waren auch von der jüngeren Generation zumeist sehr positiv.

Es ist schon erstaunlich, dass diese Computer nach 30 Jahren immer noch funktionieren oder gibt es bereits erste Hardware-Fehler, die sich mit der Zeit bemerkbar machen? Wie lange hält ein C64 bzw. welche Komponenten sind deiner Erfahrung nach am anfälligsten?

Im Prinzip sind die Geräte sehr haltbar. An der erwähnten Game City sind alle Systeme drei Tage je 9 bis 10 Stunden im Dauerbetrieb gelaufen und es gab keine Probleme. Sie werden selten im Betrieb kaputt, vorausgesetzt man passt drauf auf und bedient es richtig. So darf man z.B. keine Kabel im Betrieb an- oder abstecken, wie man es heute von Computern gewohnt ist.

Commodore Amiga 500 @ Game City 2014

Das Spiel Apidya auf dem Amiga 500 @ Game City 2014

Der Commodore Amiga 500 hatte seitlich rechts ein eingebautes Diskettenlaufwerk.

Oftmals bekommt man jedoch Geräte, die defekt sind. Amiga 500 sind eigentlich sehr stabil, die Problemstelle ist meiner Erfahrung nach das 3,5“-Diskettenlaufwerk. Hier kann man zwar PC-Laufwerke umbauen, die aber aufgrund der geringeren Höhe und dem an einer anderen Stelle liegenden Auswurfknopf für die Disketten einfach nicht mit dem Gehäuse zusammenpasst. Man muss also entweder basteln oder das Gehäuse ändern. Da ich aber lieber schön erhaltene Geräte habe, führe ich keine Änderungen an den Gehäusen durch.

Beim C64 ist es leider schlimmer. Hier sind die ICs weniger robust. Der 6526 CIA, zuständig für die Tastatur und Joystick, kann beim Abziehen des Joysticks im Betrieb kaputt gehen. Das führt dazu, dass nicht mehr alle Tasten oder Eingaben funktionieren. Auch gerne defekt wird der PLA-Baustein, was meist einen Totalausfall (Computer startet nicht mehr) nach sich zieht. Auch der beliebte Soundchip SID ist oftmals kaputt: Töne sind dann seltsam, fehlen oder er bleibt komplett stumm.

Leider sind meistens immer diese aufgezählten Bausteine kaputt. Der 6510-Prozessor oder der VIC-II Videochip werden nur äußerst selten defekt. Das führt dazu, dass man schnell einen Mangel an SID und PLA hat, mit denen man die ansonsten kompletten und funktionsfähigen Platinen bestücken könnte. Das sind leider Spezialbauteile von Commodore und wurden nur in diesen Rechnern verbaut, das heißt, es gibt keine anderen Quellen als die vorhandenen Geräte. Es gibt schon Nachbauten dieser ICs, sodass eine Reparatur selbst ohne Original-ICs möglich wäre. Leider sind nicht alle Geheimnisse der ICs bekannt, sodass der SID-Ersatz einfach nicht 100% an den Originalen herankommt und man derzeit noch Abstriche in der Funktionalität und der Klangqualität machen muss.

Speziell beim Amiga gibt es noch andere Problemzonen: Einige Modelle (A2000, A3000, A4000, A500 Plus) und Erweiterungen haben einen Akku zum Puffern der Uhrzeit verbaut. Diese laufen nach so vielen Jahren aus und zerstören die Platine. Den kann man einfach entfernen – der Amiga funktioniert auch ohne den Akku. Ansonsten gibt es noch die SMD-Kondensatoren, die ebenso auslaufen, die Platine zerstören können oder Fehlfunktionen hervorrufen. Dies betrifft die Modelle A600, A1200, A4000 und CD32. In dem Aspekt sind die älteren Geräte wie C64 und A500 noch robuster, da deren Kondensatoren herkömmlicher Bauart sind und seltener Probleme bereiten wie es jene in SMD-Bauform tun.

Waren die Computer hardwaremäßig früher robuster?

Ich denke schon! Obwohl die Industrie noch in den Anfangstagen der Massenfertigung stand, sind die ICs doch sehr robust, wenn man das Alter bedenkt. Zusätzlich dazu kommt, dass man an den älteren Geräten noch einfacher reparieren kann.

Zum Vergleich: So manches neue Elektronikteil hält kaum die Garantiezeit durch oder wird sogar absichtlich so gebaut, dass es irgendwann zu Fehlfunktionen kommt.

Commodore VC20 mit Datasette. Spiel Cosmic Jailbreak @ Game City 2014

Der Commodore VC20 mit Datasette, das handelsübliche Musikkassetten zur Speicherung von Daten verwendete. Auffallend ist auch das für den C64 später ebenfalls verwendete Brotkasten-Design.

Angenommen ich habe noch einen alten Commodore im Keller, der nicht mehr funktionstüchtig ist, kann man den zu dir zur Reparatur bringen?

Ich habe keinen Reparaturservice, aber ich werde natürlich so gut es geht weiterhelfen. Es gibt aber auch auf Treffen immer wieder eine Reparaturecke mit Experten. Auf meiner Event-Seite wird immer wieder über Treffen in Wien hingewiesen. Natürlich gibt es auch Treffen in Deutschland.

Noch eine praktische Frage: Wie sieht es mit dem Kaufen bzw. Verkaufen von alter Hardware/Software aus?

Kauf von alter Hard- und Software läuft meist über ebay oder Kleinanzeigen ab. Zusätzlich dazu gibt es noch "Retro Börsen". Das sind Veranstaltungen, die speziell zum An- und Verkauf von Retro-Geräten (zumeist jedoch Konsolen) ins Leben gerufen wurden. Als Einsteiger sollte man sich vorab informieren und ein getestetes und komplettes Set kaufen. Das ist nicht nur billiger, sondern schützt auch vor Enttäuschungen.

Schade, dass es Commodore nicht mehr gibt. Was waren die Gründe, dass sie den Anschluss an die rasante Entwicklung des IBM PCs verpasst haben?

Hauptsächlich waren es Managementfehler. Es gab 1991 schon deutlich verbesserte Grafikchips für den Amiga ("AGA", bis zu 16,7 Millionen Farben) in den Testlaboren. Doch stattdessen wollte das – zu diesem Zeitpunkt ausgewechselte Management – nochmals eine ähnliche Generation herausbringen, die es schon seit sechs Jahren am Markt gab: Dieser "ECS" genannte Chipsatz brachte weiterhin "nur" 4096 Farben auf den Bildschirm. Das heißt, es kamen 1991 Rechner auf den Markt, die technisch weitgehend dem 1985 erschienen, ersten Amiga (Modell 1000) entsprachen.

Das neue Modell, der Amiga 600, sollte den beliebten Amiga 500 ablösen. Doch er war teurer als der A500, es gab dafür weniger Erweiterungsmöglichkeiten und er bot keine wirklichen Neuerungen gegenüber dem A500. Kurz: Er wurde ein Misserfolg.

Dadurch entstand eine einjährige Verspätung bis endlich der verbesserte AGA-Chipsatz auf den Markt kam. Der damit ausgestattete Amiga 1200 wurde wieder ein Erfolg, doch die Lagerbestände an A600 verkauften sich nun gar nicht mehr – dessen Preise fielen in den Keller, die Verluste summierten sich. Durch die Verspätung holten die PCs technologisch auf, denn der Amiga war zwischen 1985 und 1990 mit seinen Sound-, Grafik- und Multitasking-Fähigkeiten den PCs überlegen.

Ein weiterer Grund war vielleicht die Strategie von Commodore: Schon in den Anfangstagen besaß Commodore eine eigene Halbleiterfirma – man entwickelte und produzierte fast alles selbst und kaufte nur wenig von anderen Herstellern zu. Doch da sich immer mehr Firmen auf z.B. Grafikkarten, CPUs und Soundkarten konzentrierten, konnten sie sich natürlich viel besser auf diesen Gebiete entwickeln als eine einzige Firma. Durch die Fehlentscheidungen von Commodore und dem raschen Fortschritt der PCs im Spielebereich wurde der Amiga verdrängt. Mit Doom erschien ein 3D-PC-Spiel, das viele vom PC als Spieleplattform überzeugte und das auf Commodore-Hardware nicht umsetzbar war. Commodore hatte zwar weitere Prototypen mit 3D-Grafikfähigkeiten, doch diese kamen aufgrund des Konkurses im April 1994 nicht mehr auf den Markt. Somit war dies das Ende des Heimcomputerpioniers.

Stefan Egger (computer collection vienna) @ Game City 2014

Es gibt ja immer noch eine kleine aber lebendige Coder/Demo-Szene für den C64 und Amiga. Was ist gerade angesagt bzw. was gibt es neues?

Natürlich! Auf der Game City haben wir die relativ neuen C64-Spiele "Micro Hexagon" (Dezember 2013) und "C64anabalt" (Dezember 2011) gezeigt – viele kannten es, es die Spiele ursprünglich für PC bzw. Smartphone gemacht wurden und dann einen C64-Port bekamen. Beide zeichnen sich mit moderner Grafik, packendem Soundtrack und einfachem Spielprinzip aus – eine Mischung, die heute noch für Stunden fesselt. Das sind auch meine Lieblingsspiele, die in der letzten Zeit erschienen sind.

C64-Spiel "Micro Hexagon" @ Game City 2014

Das C64-Spiel "Micro Hexagon"

Auch die Demo-Szene ist immer für Überraschungen gut. Es werden auch heute noch neue Effekte aus den alten ICs heraus gekitzelt, was immer wieder erstaunt. Mein Lieblingsdemo ist allerdings schon älter: "Deus Ex Machina" aus dem Jahr 2000. Auch super fand ich "BluREU" von der Gruppe CREST – sie nutzten zum ersten Mal eine 16 MB Speichererweiterung.

Auch die Aufrüstung mit neuer Hardware nimmt kein Ende: Von SD-Karten bis zu Netzwerklösungen gibt es (fast) alles. Man kann mit dem C64-Netzwerkmodul sogar twittern.

Was war dein Lieblingsspiel von damals?

Ich glaube, niemand kann den C64 auf ein Spiel reduzieren. Eines der originalen Kassettenspiele, das mein Vater kaufte, war Rock’n’Wrestle. Ich kann mich noch erinnern, als wir das Spiel in den Computer laden wollten, dann in die Küche mittagessen gingen und es nach Minuten plötzlich fertig geladen hatte und die Musik startete. Ansonsten natürlich die üblichen Klassiker wie Giana Sisters, Bubble Bobble, Track&Field, Decathlon, Elevator Action, Pitstop 2, Jungle Hunt, Commando, ...

C64 Competition Pro Joystick @ Game City 2014

Competition Pro Joystick

Das Sammeln von Computern ist ja nicht gerade ein billiges Hobby und braucht viel Platz. Wie finanzierst du die Sammlung und was sind deine weiteren Pläne für die Zukunft?

Betriebsgeheimnis – es ist zum Glück meine einzige Leidenschaft, sodass ich mich speziell hierauf konzentrieren kann. Was das Geld angeht: Man braucht Geduld, ich sammle ja doch schon einige Jahre und wenn man die richtigen Leute kennenlernt, dann kann man sich seine Heimcomputerträume erfüllen ;) Mein Motto ist aber auch, dass man sowieso nie alles haben kann und man auch Träume braucht. Denn wenn sich alle Träume erfüllen, wäre der Reiz, danach zu suchen, auch dahin.

Platz ist wirklich ein Problem, aber man lernt, die Dinge so zu schlichten, dass immer noch ein weiteres Stück Platz hat ;) Ich verkaufe eigentlich sehr wenig, wodurch ja das Platzproblem in erster Linie entstanden ist. Auch möchte ich damit ja kein Geld verdienen – es ist ein Hobby und kein Business. Sollte ich mal etwas verkaufen, was nicht so in meine Sammlung passt, sehe ich persönlich das nicht so schlimm: Jemand anderes kann es brauchen, er freut sich und ich kann mir auch etwas eintauschen oder kaufen, was auf meiner Wunschliste steht. Was ja letztendlich auch meiner Sammlung dann zugute kommt. Das wiederum kann ich dann auf meiner Homepage präsentieren und die Besucher können sich darüber informieren – eigentlich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Unterstützen kann man meine Sammlung, indem man auch defekte Geräte nicht wegwirft, sondern anbietet. Es gibt hier – selten aber doch – immer wieder nette Nachrichten, was mich zusätzlich motiviert, die Homepage weiter zu basteln.

Ich bin immer wieder an Projekten beteiligt wie der gratis erhältlichen Lotek64-Zeitschrift, stelle die Computer bei Treffen aus und werde auch Anfang 2015 (hoffentlich) ein neues Projekt vorstellen, dass ich seit drei Jahren verfolge. Ich bin also sehr aktiv.

Stefan Egger (computer collection vienna) @ Game City 2014

Danke für den Chat und dein großartiges Bemühen, dass die faszinierenden Anfänge der unglaublichen Heimcomputergeschichte nicht in Vergessenheit geraten.

Gerne. Hoffentlich werden einige C64 und Amiga aus dem Keller oder Dachboden geholt – denn diese tollen Geräte können auch heute noch eine Menge Spaß machen.

Cosplay trifft auf Retro-Hardware @ Game City 2014

Cosplay trifft auf Retro-Hardware :P

Hast du noch Fragen an Stefan? Was sind deine Erfahrungen mit alter Commdore-Hardware? Läuft dein C64 oder Amiga 500 noch? Waren Computer früher robuster?

Weitere Ressourcen

28.10.2014 Virtual Net

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