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Regenbogenparade Wien

Am Samstag (12. Juli 2008) findet in Wien die 13. Regenbogenparade statt, die auf die Anliegen von sexuellen Minderheiten (Lesben, Schwule, Transgender, SMler, etc.) aufmerksam machen möchte.

Die Wurzeln dieser Parade gehen in das Jahr 1969 zurück, wo Lesben und Schwule in der New Yorker Christopher Street gegen polizeiliche Willkür demonstriert haben. International ist der Umzug daher unter dem Namen Christopher Street Day (28. Juni) bekannt. Wegen der Fußball-EM wurde der Termin dieses Jahr übrigens um zwei Wochen nach hinten verschoben.

Um Missverständnissen vorzubeugen, ich bin hetero und unterstütze die gleichgeschlechtliche "Ehe", da sie für mich ein wichtiges Zeichen für die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen ist.

Ob die Ehe überhaupt noch zeitgemäß ist, ist eine andere Frage, wenn man bedenkt, dass fast jede zweite Hetero-Ehe geschieden wird. Wichtig ist aber, dass Lesben und Schwule, die das wollen, diese Form der Lebenspartnerschaft eingehen können, um erstens ihrer Liebe in einem öffentlichen Rahmen Ausdruck verleihen zu können und zweitens weil mit der Ehe auch bestimmte Rechte und Pflichten (Anspruch auf Unterhalt, güterrechtlicher Ausgleich, Namensrecht, Erbrecht, Auskunftsrecht in Krankenhäusern, Adoptionsrecht, etc.) verbunden sind, die Lesben und Schwulen nicht vorenthalten werden dürfen. Ja, dazu zählt für mich auch das Adoptionsrecht.

Gleichgeschlechtliche Ehen sind zum Beispiel bereits in Kalifornien (USA), Kanada, den Niederlanden, Spanien und Norwegen Realität. In vielen anderen Ländern (außer in Österreich) gibt es eine abgeschwächte Form – die eingetragene Partnerschaft. Das ist zwar besser als nichts, aber immer noch diskriminierend. Es ist höchste Zeit, dass auch Österreich (oder die EU) etwas für die Gleichberechtigung unternimmt.

07.07.2008 Virtual Net

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